20 Jahre ark e.V.

Der Katalog zur Ausstellung
20 Jahre ark e.V. Katalog.pdf
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Teilnehmende Künstler

Martine Andernach

Eva Maria Enders

Georg Ahrens

Yris Geiger-Toussaint

Sabine Hack

joeressen+kessner

Rolf Kluenter

Jürgen Knubben

Ute Krautkremer

Christiane Löhr

Christoph Mancke

Werner Müller

Aloys Rump

Christians Schauder

Anja Schindler

Manfred Schling

Jan Schröder

Isa Steinhäuser

Helke Stiebel

Martin Streit

Franziskus Wendels

Ausführliche Informationen zu den Künstlern

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Aus der Rhein Zeitung:

 

Zwei Jahrzehnte locker gruppiert

Geburtstag Aktionsgruppe rheinland-pfälzischer Künstler feiert mit einer umfangreichen Ausstellung
Von unserer Mitarbeiterin
Lieselotte Sauer-Kaulbach

Koblenz. Als sie sich 1992 zur „Aktionsgruppe rheinland-pfälzischer Künstler“ formierten, gab es zwar schon andere Künstlergruppen in der Region, aber mit denen mochten sie sich damals nicht so recht identifizieren. Was als spontane Idee geboren worden war, die ARK, feiert jetzt seinen 20. Geburtstag im Haus Metternich. Natürlich gibt es deshalb eine Ausstellung – mit Arbeiten von 20 Künstlern.

Dabei bleiben die ARKler, anders als bei etlichen früheren Projekten, gezielt unter sich. Schön, dass einige eher selten in der Region Vertretene dabei sind, wie die in Köln und Prato lebende Christiane Löhr. Sie hat drei hauchzarte, architektonische Objekte aus pflanzlichen Samen mitgebracht, darunter eine Kuppel aus stachligem Hafergras.

Oder der aus Dunkelheit und Licht, aus Schwarz und Weiß seine Bildräume komponierende Franziskus Wendels und der ebenfalls in der Eifel lebende Christoph Mancke, der reduziert-figürliche Stelen aus Holz zeigt. Unter anderem ist eine zweiteilige Arbeit darunter, die ihrerseits mit Licht und Schatten spielt. Formal verwandt sind sie der edelstählernen, Giacometti-artig verschlankten „Stehenden“ Martine Andernachs. Figürliche Stelen aus farbig gefasstem Holz steuert auch Jan Schröder bei – sie sind rau und ungehobelt wie die steinernen Engel von Georg Ahrens. Die drei Eisengussköpfe Jürgen Knubbens fügen sich da in ihrer Kompromisslosigkeit nahtlos ein. Zurückhaltung prägt auch Malerei und Fotografie. Eva Maria Enders greift mit ihren Bildern, die Architektur auf farbige Streifencodes reduziert, frühere, textil anmutende Arbeiten auf. Ute Krautkremer kombiniert Papierabguss und Malerei in Bildobjekten, die an ihre malerisch behandelte frühe Keramik erinnern.

Sich treu bleiben Christiane Schauder und Aloys Rump: die eine mit teils monochromen Arbeiten, deren Kühle die wächserne Oberfläche bricht, der andere mit Kompositionen, die wesentlich von der sparsam durchbrochenen Oberfläche aus gespachteltem, poliertem Kunstharz leben. Da verfließen die Grenzen zwischen Objekt und Malerei, wie auch in den Bildern des in Berlin lebenden Manfred Schling. Es sind Farbreliefs zu sehen mit einer Tendenz zum Landschaftlichen, das noch stärker – Andeutung aber nie überschreitend – in den Bildern Werner Müllers mitschwingt.

Fotografie und Malerei rücken Helke Stiebel und Sabine Hack zusammen. Die eine mit einer im Einsatz des Lichts auf Turner'schen Spuren wandelnden Fotoserie, die andere mit blau schimmernden „Rheingold“-Varianten. Nicht weniger malerisch Richter-like sind die flüchtigen, geprinteten Camera-obscura- Aufnahmen Martin Streits. Mit gezielter Unschärfe arbeitet auch Isa Steinhäuser bei ihrer Madrid-Serie. Der „Leichtigkeit des Seins“ spürt Yris Geiger-Toussaint unter anderem in assoziativ-kaleidoskopischen Fotocollagen nach, wie DNA-Codes wirken die Aufnahmen eigener Lichtinstallationen des Künstlerduos Joeressen und Kessner.

Die beiden Objektkünstler eint der sich in ihren Arbeiten manifestierende Hang zum Sammeln und Archivieren. Der spricht genauso aus den aus schwerem, handgeschöpftem Papier gestapelten „Six Books“ von Rolf Kluenter und den türkisfarbenen „Cipolla“-Variationen von Anja Schindler. Nahrhaftes und Gefundenes ist hier konserviert und zugestöpselt wie eine naturhistorische Rarität.

Z Die Ausstellung im Künstlerhaus Metternich am Münzplatz wird am heutigen Samstag um 19 Uhr eröffnet. Sie ist bis zum 22. Dezember zu sehen, und zwar donnerstags bis sonntags von 14 bis 19 Uhr.
RZ Koblenz und Region vom Samstag, 24. November 2012, Seite 20

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ark e.V. c/o Eva Maria Enders, Erlenweg 27, 56075 Koblenz